Krypto Scams: Die Maschen der Krypto-Betrüger

In letzter Zeit häufen sich die Meldungen und Gerüchte über Betrugsmaschen im Kryptobereich. Exit Scams, verschwundene Bitcoin-Börsen und Pyramidensysteme sind die häufigsten Fallen für leichtgläubige Anleger. Wir von Polarstern Capital fassen euch zusammen, worauf ihr am meisten achten solltet:


Sobald das schnelle Geld winkt, sollten bereits die Alarmglocken läuten. Investments mit täglichen hohen Renditen sind höchstens bei klugem Trading möglich, sobald aber ein Unternehmen mit drin steckt, muss man bereits sehr aufpassen. Kommen wir nun zu den drei häufigsten Maschen im Kryptouniversum und wie man sich gleichzeitig davor schützen kann.


Klassische Betrugssysteme - Pyramiden, Schneebälle und MLM´s


Schneeballsysteme und Pyramiden gibt es nicht erst seit den Kryptowährungen. Die Masche der Betrüger ist im Grunde immer dieselbe. Den Kunden wir großes Geld versprochen aber übrig bleibt im Grunde nichts! Im Normalfall ist das Geschäftsmodell dabei typisch pyramidenförmig aufgebaut und hinter diesem "Geschäftsmodell" befindet sich im Grunde kein echtes Produkt.


Dazu kommt dann noch der Aspekt der Anwerbung von neuen Kunden. Wer z. B. einige Freunde wirbt, der bekommt dafür Geld, sobald diese in das System investieren. Selbstverständlich wird den neuen Kunden auch das schnelle Geld versprochen und somit machen Sie das selbe. Daraus entsteht eine regelrechte Lawine, die wie ein Schneeball den Hang runter rollt. Was bei diesem System leider immer der Fall ist, dass die ursprünglichen Betreiber der Lawine hier das meiste Geld einsacken. Das Traurige daran ist, dass die Verluste, seien sie jetzt wirtschaftlicher oder sozialer Natur meistens deutlich höher als die Gewinne sind. Wie kann man sich vor solchen dingen schützen? Einfach die Finger weg von "schnell Reich Methoden". Wer super einfache Investitionsmöglichkeiten und das ganz große Geld verspricht, führt meistens nichts Gutes im Schilde.


Wichtig: Das so genannte MLM, also Multi Level Marketing, basiert auf einem ganz ähnlichen Prinzip, ist jedoch legal. Es setzt ebenfalls darauf, dass Kunden zu Vertrieblern werden und neue Kunden anwerben. Sie unterscheiden sich von Schneeballsystemen insofern, dass sie nicht den Eindruck vermitteln, ausschließlich auf diesem Prinzip aufzubauen. Der Grat ist hier aber sehr schmal. Um es besser zu veranschaulichen, möchten wir hier auf ein Video vom Channel "Finanzfluss" verweisen.

Weiterhin ist es sehr hilfreich immer das Impressum zu prüfen: Wo sitzt die Firma, bei der ich eventuell Investieren möchte? Kann ich sie im Zweifelsfall erreichen? Wo ist sie juristisch registriert? Was steht in den AGB und welche Rechte gestehe ich dem Unternehmen zu, sobald ich mich registriere?


Kann man auch nur eine dieser Fragen mangelnd oder schlimmstenfalls gar nicht beantworten, sollte man sein Geld lieber in andere Dinge investieren.


Exit Scam: Plötzlich ist das Geld weg


Wenn man beim Schneeballsystem noch eine geringe Aussicht auf Gewinn hat, ist man beim Exit Scam erst mal extrem vor den Kopf gestoßen, vor allem im Krypto Bereich. Oft hat man bei Handelsplätzen mit dieser Masche zu tun. Diese sind nicht mehr erreichbar und Kunden können ihre Gelder nicht mehr abziehen. Ein Blick ins Impressum führt oft zu irgendeiner Briefkastenfirma auf einer Südseeinsel. Wo die Betreiber tatsächlich stecken weiß im Grunde keiner. Das Geld ist somit komplett verschwunden.


Das ist zuletzt etwa im Fall der kanadischen Krypto-Börse Quadriga geschehen, auch das Plus Token Team steht aktuell unter dem (nicht bestätigten) Verdacht, sich mit den Kundengeldern aus dem Staub zu machen


Wie kann man sich nun davor schützen? Im Grunde relativ einfach: Lasst eure Kryptowährungen nie unnötig lange auf einem Handelsplatz liegen als nötig. Sobald ihr Währungen eingekauft habt, dann sendet Sie am besten an euer Hardwarewallet. Hier ist es aber sehr streng: Wer nicht auf seine Private Keys aufpassen kann, hat auch kein Recht auf seine Kryptowährungen.


Pump and Dump Systeme oder besser gesagt: Die Kunst, Shitcoins aufzupumpen.


Pump and Dump Systeme sind so etwas wie der kleine, verkorkste Stiefbruder der Schneeballsysteme. Auch hier zählt es, andere in die Falle zu locken und dann schamlos auszunutzen. Wie funktioniert das? Unter Absprache chatten Gleichgesinnte und vereinbaren zu einem bestimmten Zeitpunkt, eine bestimmte Kryptowährung zu kaufen. Durch diese Aktion wird der Kurs künstlich in die Höhe getrieben und der Coin fängt an Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Wenn genügend Außenstehende investiert haben, steigen die Pump and Dump Leute wieder aus. Der Kurs fällt massiv und die Außenstehenden bleiben auf ihren Coins sitzen.


Wie man sich grundsätzlich vor Betrügern und Krypto-Gangstern schützt:


Man kann es eigentlich nicht oft genug sagen: Finger weg von irgendwelchen fragwürdigen Sachen: Wer in Bitcoin und andere Kryptowährungen investieren möchte, sollte sich im Vorfeld gründlich informieren. Deswegen geben wir euch folgenden Rat auf den Weg: Beherzigt grundlegende Trading Methoden, investiert nur in Projekte, die vertrauenswürdig sind und setzt nie mehr Geld ein, als man bereit ist zu verlieren.


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